Coaching findet in wöchentlichen, zweiwöchentlichen oder monatlichen Abständen statt. Der jeweilige Zeitumfang bewegt sich zwischen 1 und 2 Stunden.
Aufgaben des Coach
1. Zieldefinition und Auftragsklärung
Es gibt generell zwei Zugangsmöglichkeiten zum Coaching: Entweder der Coachee meldet sich auf eigene Initiative (und zahlt dann in der Regel auch privat) oder der Arbeitgeber legt ihm das Coaching ans Herz.
Das hat auf die Zieldefinition und die Auftragsklärung entsprechende Auswirkungen.
a) "Verordnetes" Coaching: Auch eine nachdringliche Empfehlung des Arbeitsgebers hat nach meinen Erfahrungen letztlich anordnenden Charakter, das Risiko der Ablehnung wird selten in Kauf genommen.
In diesem Falle gibt es dem Charakter nach zwei Zieldefinitionen und zwei Auftragsklärungen: Welchen Auftrag erhält der Coach vom Arbeitgeber des Coachee und inwieweit sind die vorgegebenen Ziele deckungsgleich mit dem des Coachees? In diesen sensiblen - häufig vorkommenden Fällen - ist eine genaue Abklärung als erster Schritt von Nöten. Der Coachee wird u.U. skeptisch sein, wie der Coach den Dreieckskontrakt gestaltet: Was bleibt im geschützten Rahmen des Beratungssettings, was wird weitergegeben und vor allem was passiert, wenn der Coachee mit der vorgegebenen Zieldefinition des Arbeitsgebers nicht konform geht?
In diesen Fällen gehe ich so vor, dass ich selbstverständlich den Vertrauensschutz zusichere, den ich vorher auch mit dem Auftraggeber so besprochen habe. Rückgekoppelt wird nur das, was vorher besprochen wurde. Bevor wir auf die Ziele des Auftraggebers eingehen, bitte ich den Coachee dessen Ziele möglichst erst mal zu "vergessen", so dass wir uns ein eigenes Bild machen können. Interessanterweise kam dabei immer heraus, dass die vorgegebenen Ziele von denen die der Coachee für sich erarbeitet hat, sehr dicht beieinander lagen, so dass auf dieser Grundlage ein Arbeitsbündnis möglich war. Ergebnis dieses gemeinsam erarbeiteten Zielvereinbarung ist die Auftragsklärung: d.h. was ist die Aufgabe des Coaches in diesem Beratungsprozess. (vgl. Bachhausen/Tommen 2003, S. 139).
b) Kommt der Coachee auf eigene Initiative ohne Fremdauftrag beginnen wir mit der Zielklärung. Wie im vorigen Falle ist die Zielklärung ein Prozessgeschehen. Nicht die erste Zieldefinition wird so übernommen, sondern im Verlauf der ersten Stunden einer Betrachtung der systemischen Vernetzung des Coachees konkretisiert (ganz im Sinne Dopplers: "Das Problem ist das Problem").
2. Arbeitsbündnis:
Die ersten Stunden an der Zielklärung entscheiden über den weiteren Prozess. Gelingt es dem Coach einen tragfähigen Kontakt herzustellen, der von Verständnis aber auch von Divergenz getragen ist. Die Beziehung muss unterschiedliche Sichtweisen zulassen, schließlich geht es beim Coaching immer um Veränderung, und zwar um persönliche Veränderung und um strukturelle Veränderung im Arbeitsfeld.
Ein tragfähiges Arbeitsbündnis muss einen Blick hinter die Kulissen erlauben, darf Zusammenhänge hinterfragen, Wirklichkeiten in Frage stellen usw.
Literaturtipp:: H. Pühl (2009):Handbuch der Supervision 3, Berlin
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Organisations-Mediation
Mediation bewährt sich zunehmend als Verfahren zur Konfliktlösung (sowohl im betrieblichen als auch im privaten Bereich). Das Verfahren bietet sich überall dort an, wo es um die schnelle Wiederherstellung gestörter bzw. behinderter Kommunikation geht. Gerade in Arbeitszusammenhängen kommt es darauf an, die Arbeitsfähigkeit der Beteiligten schnell wieder herzustellen. Erfahrungsgemäss reichen wenige Stunden (manchmal nur 1 Sitzung) aus, um dies zu erreichen.
Grundgedanke der Mediation ist, dass die Konfliktparteien für sich - jenseits der üblichen Gewinner-Verlierer-Position - eine befriedende Lösung finden, so dass sie neue Möglichkeiten der Kooperation bzw. des Kontaktes finden können.
Das Mediationsverfahren gliedert sich in fünf Phasen
1. Vorphase: Einleitung , Konfliktdiagnose und Auftragsklärung
2. Streitpunkte herausarbeiten (Konfliktagenda)
3. Klärung der Interessen
4. Erarbeitung von Optionen
5. Abschluss einer Vereinbarung
Vorgespräch(e)
Es gibt zwei Zugänge, um zu einem Mediationskontrakt zu kommen: Entweder die Konfliktparteien haben sich vorher geeinigt eine Mediation in Anspruch zu nehmen oder: Eine Konfliktpartei nimmt den Druck besonders wahr und wendet sich an einen Mediator, weil das Gespräch mit der anderen Konfliktpartei nicht möglich ist. Dann kann sich der Mediator an die andere Konfliktpartei wenden und über den Wunsch der anderen Seite berichten und dabei erläutern um was es sich bei Mediation handelt.
Auch den Fällen in denen sich die Streitparteien hinsichtlich einer Mediation einig waren, habe ich in manchen Fällen mit den jeweiligen Konfliktparteien getrennte Vorgespräche geführt. Dabei geht es um eine erste Skizze der Konfliktinhalte und um die Darstellung des Mediationsablaufes und seiner Prinzipien.
Besonders gute Erfahrungen habe ich in organisationellen Kontexten gemacht bei:
- Mitarbeiter-/Teamkonflikten
- Leitungskonflikten
- in Kombination mit Teamsupervision und Organisationsberatung.
Literaturtipp: H. Pühl "Konfliktklärung in Teams und Organisationen ", Leutner-Verlag, Berlin 2010
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Konfliktmoderation
Moderation von Tagungen, Konferenzen, Teams und Leitungsgremien: Durch Anwesenheit eines neutralen Beraters besteht eher die Chance den roten Faden zu finden und zielorientiert nach Lösungen zu suchen. In diesem gesicherten Rahmen haben alle die Möglichkeit sich zu äußern und die Beträge werden als Teil des Ganzes gesehen, die für eine befriedende Arbeitsmodtivation wichtig sind.
Konfliktmoderation umfasst 5 Schritte:
A) Vorgespräch: Den Auftrag klären und vereinbaren
B) Zwischenmenschlichen Kontakt stiften
C) Konfliktthemen sammeln und Vorgehen vereinbaren
D) Sichtweisen der Konfliktpartner klären
E) Positionen in Bewegung bringen und Regelungen aushandeln
Konfliktmoderation ist eine besondere Form der "Klärungshilfe". Aufgabe des Moderators ist es in einer akzeptierenden Gesprächskultur die Interessen der Beteiligten zu Wort kommen zu lassen. Die Lösung müssen die Beteiligten selbst finden und als für sich als gerecht empfinden. Die Gewichtung der Angemessenheit der Lösung ist nicht Aufgabe des Moderators.
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Paarberatung
Paare stehen in verschiedenen Lebensabschnitten immer wieder vor der schwierigen Aufgabe, ihre Lebensentwürfe zu modifizieren. Dabei bleiben Konflikte aufgrund unterschiedlicher Bedürfnisse nicht aus.
Ziel der Beratung ist es, die Wünsche und Bedürfnisse der Partnerdeutlicher werden zu lassen, damit wieder konstruktive Umgangsformen gefunden werden können.
Sehr klar formulierte Konflikte lassen sich auch mit der Methode der Mediation klären.
Bei sehr klar begrenzten Konflikten bietet sich die Mediation als Verfahren wegen der klaren Strukturierung an.